Hugo schrieb am 6. Juli 2016
aktuell 2 Kommentare

Auf ein Date mit Niki, dem Sandtigerhai

Ein Nachmittag im Ozeaneum Stralsund

 

Nina vom Blog smaracuja.de war wieder in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs und sie wollte mehr über die nördlichen Meere erfahren. Hier berichtet sie von ihrem Ausflug in die Unterwasserwelt.

Stralsund wird auf dem Weg zur Ostsee meist links liegen gelassen – von der Autobahn auf die Rügenbrücke und schon ist die Skyline der Hansestadt am Bodden nur noch ein verschwommener Punkt im Rückspiegel. Auch ich habe der Stadt bisher immer nur einen kurzen Pitstop für eine gebackene Flunder an einer der Fischbuden am Fährkanal gewidmet, bevor es weiter auf die Insel ging. Das sollte dieses Mal anders werden: Endlich wollte ich einmal das Ozeaneum besuchen und durch die kleinen pittoresken Gassen schlendern.

 

Das Ozeaneum

 

Wer vor dem modernen weißen Bau, gleich gegenüber der Gorch Fock I steht, kann sich denken, warum das Ozeaneum im Volksmund auch „die Klorolle“ genannt wird.
Ein Begriff, der mich als Architekturfan schmunzeln lässt, aber weder dem Äußeren noch dem Innenleben wirklich gerecht wird.

 

Ozeaneum © TMV / smaracuja.de

Ozeaneum © TMV / smaracuja.de

 

Von der Eingangshalle mit drei original Walskeletten hangle ich mich entlang einer orangen Linie am Boden durch die Weltmeere. Die 50 Aquarien – das größte davon trägt 2,6 Millionen Liter Wasser –  zeigen die unterschiedlichen Lebensräume und Meeresbewohner.
Eine interaktive Tauchfahrt führt mich auf den Grund der Tiefsee, ich beobachte Quallen, Rochen und flirte mit Niki, dem Sandtigerhai.

 

Walskelett in der Halle des Ozeaneums © TMV / smaracuja.de

Walskelett in der Halle des Ozeaneums © TMV / smaracuja.de

 

Riesenkrake STRAKAN im Ozeaneum © TMV / smaracuja.de

Riesenkrake STRAKAN im Ozeaneum © TMV / smaracuja.de

 

Bei vielen Aquarien und Zoos stellt sich automatisch die Frage, ob sich das alles mit dem Tierschutz vereinbaren lässt und auch ich bin vor meinem Besuch skeptisch.
Doch das Ozeaneum hat bereits mehrere Umweltpreise gewonnen und war außerdem Museum des Jahres 2010, nicht zuletzt wegen der streng ökologischen Kriterien im Betrieb, die artgerechte Tierhaltung und den Einsatz für vom Aussterben bedrohte Spezies, wie zum Beispiel den Humboldt-Pinguinen, die auf dem Museumsdach ein Zuhause gefunden haben und sich dort auch munter vermehren.

 

Quallen im Ozeaneum © TMV / smaracuja.de

Quallen im Ozeaneum © TMV / smaracuja.de

 

Das Ozeaneum arbeitet seit Beginn eng mit Greenpeace zusammen. So ist auch die Ausstellung „1:1 Riesen der Meere“ entstanden, eine gigantische Halle in der originalgroße Walmodelle und andere Meeresriesen in der Luft schweben und mir das Ausmaß dieser Lebewesen erst so richtig Nahe bringen. Außerdem weisenmehrere Exponate und Aquarien auf die stetige Verschmutzung des Meeres durch den Menschen hin.

 

Walmodelle in der Halle des Ozeaneums © TMV / smaracuja.de

Walmodelle in der Halle des Ozeaneums © TMV / smaracuja.de

 

Nicht nur für Familien und Schulklassen sind die Ausstellungen interessant. Ich habe bei meinem Besuch mehr über das Meer gelernt als in unzähligen Jahren Biologieunterricht und hätte den wunderhübschen Kraken, Quallen und Korallen stundenlang zusehen können.

 

Die Altstadt Stralsunds

 

die Altstadt Stralsunds © TMV / smaracuja.de

die Altstadt Stralsunds © TMV / smaracuja.de

 

Wer ohnehin schon in Stralsund ist, sollte sich außerdem ein bisschen Zeit nehmen, sich die historische Altstadt anzusehen, sie ist nicht umsonst seit 2002 UNESCO Weltkulturerbe.

 

In den Gassen Stralsunds © TMV / smaracuja.de

In den Gassen Stralsunds © TMV / smaracuja.de

 

Ich lasse mich über das Kopfsteinpflaster treiben, vorbei an Backsteinhäusern, über den alten Markt hin zur Schillstraße mit dem in einem Hinterhof versteckten Johannes-Kloster.
Dort findet man einen kleinen Park mit pittoresken Fachwerkhäusern in dem es ganz wunderbar still ist – für mich eine Oase der Ruhe, die mich die baldige Abreise in die laute Großstadt für eine Weile vergessen lässt.

 

Burger beim "Burgermeister" in Stralsund © TMV / smaracuja.de

Burger beim „Burgermeister“ in Stralsund © TMV / smaracuja.de

 

Da ich mich in Stralsund bereits durch sämtliche Fischbuden gefuttert habe, beschließe ich zum Abschluss das neue Burgerrestaurant auf dem Alten Markt zu testen. Beim „Burgermeister“ kann man sich seine eigene Kreation – vegetarisch oder mit Fleisch- zusammenstellen und in der Abendsonne auf dem Marktplatz verputzen. Unbedingte Empfehlung: Süßkartoffelpommes!

 

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2 Kommentare zu “Auf ein Date mit Niki, dem Sandtigerhai”

  1. Tobi sagt:

    Sehr cooles Bild mit den Quallen! Klasse! Viele Grüße!

    1. Hugo sagt:

      Lieber Tobi, vielen Dank für das Kompliment! Nina wird sich bestimmt darüber freuen.
      Sonnige Grüße zurück
      Hugo

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