Hugo schrieb am 12. September 2017

Mit Rad entlang der Ostseeküste

Ab auf die Räder, der Ostseeküstenradweg fährt sich schließlich nicht von alleine! Aber warum das Leben schwerer machen, als es ist? Kurze Recherche und paar Minuten später hatten wir, um nicht unsere eigenen Räder mit der Bahn oder Auto zu transportieren, den Anbieter „mietrad“ gefunden und uns dort Räder für unseren Trip gen Osten, ausgeliehen.


Für die Routenführung hatten wir super günstig eine universelle Handyhalterung besorgt, die mehr als erwartet ihren Dienst erfüllte. Schnell zu montieren, nie verruscht und das sogar bei Kopfsteinpflaster, waren wir nun gut gerüstet, um die erste Etappe zu meistern.

Ostseeküstenradweg Nienhagen © S.H.Witzel

Ostseeküstenradweg Nienhagen © S.H.Witzel

Travemünde hinter uns lassend, ging es vorbei an Groß Schwansee Richtung Ostseebad Boltenhagen. Der Ostseeküstenradweg verläuft hier parallel entlang der Küste und bietet dort mehrere Strandaufgänge zum Baden und Rasten- mit oder ohne Hund. Zwischendurch hatten wir eine kleine Umleitung, da durch den Sturm Anfang des Jahres 2017 einzelne Teile der Steilküsten entlang der Ostsee leicht abgebrochen waren. Lucky you, wie die Engländer sagen, denn dadurch kamen wir an einer kleinen „Mosterei“ vorbei, um frisch gepressten, gekühlten Apfelsaft zu genießen.

Ostseebad Boltenhagen

Seebrücke Boltenhagen © S.H.Witzel

Seebrücke Boltenhagen © S.H.Witzel

Nach ca. 26 km erreichten wir dann den Ort Boltenhagen, der um die Sommerjahreszeit boomt – vor allem bei Familien und Campern. Lange Promenade, super Strand und trotzdem wirkte es überhaupt nicht voll. Die Meile bzw. Ostseeallee bietet mehrere Möglichkeiten für Snacks, Cocktails in Bars sowie viele Restaurants für Mittag- und Abendessen. Auf der Mittelpromenade findet ihr eine Kuppel, unter der fast jeden Abend ein kleines Entertainment-Programm statt findet. Also falls wer Lust hat, ab aufs Rad und los nach Boltenhagen.

Jugendherberge Beckerwitz © S.H.Witzel

Jugendherberge Beckerwitz © S.H.Witzel

Nach weiteren 16 km kamen wir an der Jugendherberge Beckerwitz vorbei. Hier findet ihr eine interessante Unterkunft – für eine entspannte Nacht und voll durchgestyled – eine außergewöhnliche Unterkunft.

Und falls doch noch wer Lust auf Golf hat, runter von den Rädern und Golfbag gepackt. Hierfür findet ihr den direkt an der Küste gelegenen Golfplatz Hohen Wieschendorf mit super Ausblick und ebenfalls ein paar Ferienwohnungen.

Wismar

Historischer Hafen Wismar © S.H.Witzel

Historischer Hafen Wismar © S.H.Witzel

Vorbei am beliebten Campingplatz Zierow mit Blick auf die Ostsee kommt man nach knappen 10 km im Zentrum von Wismar an. Apropos, kleine Abkühlung gefällig? Auf dem Weg zwischen Boltenhagen und Wismar findet ihr immer wieder kleine Stellen für die Badepause und viel Natur.

Die Hansestadt Wismar wurde mit Ihrer historischen Altstadt in die UNESCO-Welterbeliste mit aufgenommen und bietet am alten Hafen mehrere Restaurants und Bars zum Verweilen im besten Ambiente.

Hotel Bertramshof © S.H.Witzel

Hotel Bertramshof © S.H.Witzel

Ein paar Tage vor Tourenstart hatten wir bereits über Bett&Bike uns die Unterkünfte herausgesucht und übernachteten so im Hotel Bertramshof. Ein einfaches Hotel, sehr sauber, mit umfangreichem Frühstück und die Fahrräder werden sicher verwart.

Insel Poel

Tag eins und Nacht vorbei und schon ging es weiter. Heute stand die Umrundung Poel auf dem Plan mit Ziel Rerik. Mit großer Regenfront im Rücken waren wir etwas zügiger unterwegs. Mit der Regenfront kam natürlich auch der Wind und neben der beliebten Badestelle „Schwarzer Busch“ auf Poel fanden wir noch den kleinen Surfspot an der Nord-West Spitze.

Kitespot Insel Poel © S.H.Witzel

Kitespot Insel Poel © S.H.Witzel

Poel bietet neben seinen kleinen Stränden kleine feine Dörfer und dabei entdeckten wir diese süsse Insel Apotheke in Kirchdorf. Passend für einen von uns, der bereits seit gestern mit kleinen „Mimimi-Halsschmerzen“ klagte.

Insel Apotheke Poel © S.H.Witzel

Insel Apotheke Poel © S.H.Witzel

Nach 32 km war auch Insel Poel geschafft. Vorbei an Boiensdorf und Pepelow ließen wir links von uns das Salzhaff liegen. Dieser Boddenteil ist bei Surfern sehr beliebt und bietet ein fantastisches Flachwasser Revier zum Üben. Entlang dem Salzhaff gibt es mehrere Camperstellplätze zum Übernachten oder ihr besucht die Ferienanlage St. Pepelone mit entspanntem mediterranischen Feeling.

Rerik

Ferienhof-Ostseeland Rerik © S.H.Witzel

Ferienhof-Ostseeland Rerik © S.H.Witzel

In Rerik hatten wir uns wieder über Bett&Bike die Unterkunft Ferienhof-Ostseeland Rerik herausgesucht. Renovierte Anlage und sehr gemütlich eingerichtet. Wer vom Sattel noch nicht genug hat, kann sich gern nach Voranmeldung noch zu einer Reitstunde anmelden und so den Tag mit einer Reitstunde ausklingen lassen.

Dem Tipp von Einheimischen zum Essen für Abends gingen wir nach und landeten dann im Restaurant „Zur Linde“. Bestellt wurde quer Beet und es war von Fisch bis Wild alles dabei und sehr lecker! Alternativ bieten sich in diesem ursprünglichem Fischerdorf aber mehrere Alternativen zum Einkehren.

Kühlungsborn / Heiligendamm

Restaurant Vielmeer in Kühlungsborn © S.H.Witzel

Restaurant Vielmeer in Kühlungsborn © S.H.Witzel

Der letzte Tag unserer Radtour nach Warnemünde führte uns durch Kühlungsborn. Ein Ostseebad, in dem sich in den letzten Jahren viel getan hat. Weit gestreckt mit vielen Unterkünften für den kleinen aber auch großen Geldbeutel. Kleiner Tipp von unserer Seite aus für Snacks und Entspannen, ist der Hafen. Hier findet ihr das Vielmeer Restaurant zum entspannen und könnt dort auch den ein oder anderen Live-Musik Abend mitnehmen. Wer Action will, bucht eine Tour auf dem Speedboat „Ostseejumper“ und lässt sich dann gleich am Deck Heiligendamm absetzen. Diese Strandbar liegt direkt am Strand und gehört zu den absoluten Highlights an der Ostseeküste.

Deck Heiligendamm © S.H.Witzel

Deck Heiligendamm © S.H.Witzel

Wir liessen uns die Neugier nicht nehmen und stoppten im Grand Hotel Heiligendamm! Anders als viele denken, wurden wir herzlich empfangen an der „Tür“, setzen uns für Kuchen und Kaffee auf die Nelson Bar Terrasse und hatten somit besten Blick auf das historische Kurhaus.

Grand Hotel Heiliegndamm © S.H.Witzel

Grand Hotel Heiliegndamm © S.H.Witzel

Endlich geschafft und im Seebad Warnemünde angekommen. Übernachtung von Jugendherberge bis Sternehotel – alles drin und Entspannung beim Sonnenuntergang garantiert. Am Besten dafür an einer der Strandbars vorbei schauen. Entweder das Schusters Strandbar am Leuchtturm oder das Supremesurf Beachhouse, Höhe Hotel Neptun. Einem perfekten Tagesausklang kann dann nichts mehr in die Quere kommen.

Mehr zum Ostseeküstenradweg und den GPX Track zum Download findet ihr auf der Seite der Fernradwege in MV.

 

Kennt ihr schon?

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