Angeln in der Mecklenburgischen Seenplatte

29. Oktober 2018 aktuell 0 Kommentare

Wir haben Holger Bente von Doctor-Catch zum zweiten Male losgeschickt und diesmal ging es in die Mecklenburgische Seenplatte. Hier berichtet er, wie ihr den dicken Fisch heraus holt!

„Als wir in der Morgendämmerung im komplett neu gestalteten Hafendorf Plau stehen und den Blick über die 3.840 Hektar Wasserfläche des Plauer Sees gleiten lassen, sind wir noch eine Spur erleichterter, dass uns heute nicht nur ein ortskundiger Angelguide zur Seite steht, sondern gleich zwei: Peter Berg vom Fachgeschäft Zoo-Angeln Röbel und Dennis Marusch von der Fischerei Müritz Plau empfangen uns an diesem Herbsttag mit Traumwetter!

Ankommen am Hafen Plauer See © Holger Bente

Nach kurzem Beschnuppern und Festlegung der Tagestaktik beladen wir das perfekt ausgestattete Angelboot. Hecht soll heute Zielfisch Nr. 1 für uns sein. Insbesondere für diesen tollen Raubfisch hat der Plauer See unter Anglern mittlerweile einen Namen! Kein Wunder, denn jedes Jahr gehen zahlreiche Hechte jenseits der 1-Meter-Marke an Gummifisch & Co. !

Der Leuchttum im Hafen am Plauer See © Holger Bente

Langsam gleiten wir am schmucken Leuchtturm des Hafens vorbei auf den See. Der Wind hat aufgefrischt und die Sonne kommt hervor. Was den Urlauber freut, sorgt bei Raubfischanglern für gedämpfte Stimmung: Das klare Wasser des Plauer Sees und das helle Wetter sorgen nicht nur bei Hechten normalerweise eher für verhaltene Beisslust.

Die heutige Hechtköderauswahl © Holger Bente

Egal – wir sind zum Angeln hier und nicht zum Zweifeln! Laut Peter und Dennis sind vor allem Gummifische erste Wahl für die zahnbewehrten Zielfische.

Fahrt zum ersten Hechtrevier © Holger Bente

Peter steuert die ersten Plätze im Norden des Sees an, wo wir gespannt die ersten Köder durchs Wasser ziehen. Nachdem die ersten Driften, in Gebieten um die 10 Meter Tiefe ohne Biss bleiben, versetzen wir das Boot.

Die Köder sind ausgeschmissen © Holger Bente

Diesmal gleiten wir über ein ausgedehntes Plateau weiter im See. Unsere Köder taumeln und gleiten verführerisch über Krautbänke – an so einem klassischen Hecht-Standplatz muss doch was gehen!

Peter hat seinen ersten Hecht © Holger Bente

Und richtig: Peter landet den ersten Hecht des Tages! Kein Riese, aber der Bann scheint gebrochen, denn auch der Wettergott tut uns einen Gefallen und schickt regelmäßig ein paar größere Wolken vorbei. An diesem Platz gehen uns noch einige schöne Hechte an den Haken. Einen eindeutigen Köderfavoriten gibt es allerdings nicht: Neben den bewährten Gummifischen kann ich auch zwei Hechte zu einer Attacke auf aggressiv geführte Jerkbaits überreden.

Das Hafendorf in Plau © Holger Bente

Mittag! Gut, wenn man kurze Wege und im Hafen ein Imbiss geöffnet hat: Nach 10-minütiger Fahrt gesellen wir uns zu der Handvoll Herbst-Touristen im Fischerdorf und lassen uns ganz klassisch Currywurst mit Pommes schmecken.

Gummifische für den perfekten Fang © Holger Bente

Als nächstes steht Schleppen auf dem Programm: Laut Peter und Dennis die beste Methode für Großhechte! Ihnen ist anzumerken, dass sie mit der bisherigen Hechtausbeute alles andere als zufrieden sind. Beim Schleppen haben wir nun die Möglichkeit, eine weit größere Wasserfläche abzusuchen und bessere Chancen auf den ersehnten Großhecht zu treffen. Dennis präsentiert Gummifische von beeindruckenden Proportionen.

Ein Brassenschwarm direkt unter uns © Holger Bente

Aber klingt auch logisch: Große Hechte stellen gerne den nicht gerade kleinen Brassen nach, die jetzt im Herbst oft in großen Schwärmen durch den See ziehen. Auf dem Echolot zeigen sich dann auch regelmäßig Signale der großen Friedfisch-Schwärme.

Schleppangeln auf Hecht © Holger Bente

Vier Ruten insgesamt werden montiert und in verschiedenen Tiefen und Entfernungen hinter dem Boot geschleppt. Während Peter das Boot entlang verdächtiger Kanten steuert, lehnen wir uns zurück und genießen die herrliche Atmosphäre des drittgrößten Sees in Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt im Herbst kehrt vielerorts Ruhe ein: Weniger Touristen und weit weniger Boote auf dem See lassen fast das Gefühl aufkommen, dass wir den See komplett für uns alleine haben.

Ein Prachthecht © Holger Bente

Der Biss kommt unvermittelt und auf einen Gummifisch, der fast direkt unter der Wasseroberfläche angeboten wurde! Nach kurzem Drill präsentiert Dennis endlich den so ersehnten Prachthecht! Mission erfüllt.

Auch Barsche beißen © Holger Bente

Auf dem Rückweg zum Hafendorf machen wir noch einen Abstecher an ein paar bekannte Barsch-Hotspots und zaubern mit leichtem Gerät einige hübsche Stachelritter aus den klaren Fluten.

Zurück ins Hafendorf Plauer See © Holger Bente

Ein perfekter Tag auf dem Plauer See geht zu Ende. Und eine tiefe Verbundenheit zu dieser Region und ihren unendlichen Möglichkeiten, eine fantastische Zeit am und auf dem Wasser zu erleben, hat gerade erst begonnen.“

Bevor du nun deine Tacklebox packst und dein Glück auf dem Plauer See versuchen möchtest, benötigst du natürlich eine Angelkarte. Als Besitzer eines gültigen Fischereischeins bekommst du die Karte zum Beispiel bei den Müritzfischern. Falls du keinen Fischereischein besitzt, besorgst du dir einfach einen sogenannten Touristenfischereischein beim Lallf und anschließend die Angelkarte.

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